Programm Berufsbildung

Für die Arbeit mit den Schülern ab der 6. Klasse und der Sekundarstufe hat die Deutsche Schule Osorno einen Leitfaden geschaffen, welcher unter Berücksichtigung verschiedener Ausbildungsprogramme, Literatur (Bücher, Zeitungsartikel, Webseiten, etc.), multidisziplinärer Erziehungskonzepte und der Erfahrung jedes einzelnen Mitglieds der Berufsbildungsabteilung sowie weiterer Beteiligter gestaltet wurde.

Jeder Schritt und jede Aktivität werden durch die Berufsbildungsabteilung koordiniert und durchgeführt. Wertvorstellungen und Fähigkeiten entsprechend dem Ausbildungsstand und dem Bedürfnis der Schüler werden erarbeitet und angepasst.

Der Leitfaden berücksichtigt die folgenden vier grundsätzlichen Schritte menschlicher Entwicklung:

Schulisches Zusammenleben: Es wird angestrebt, bei den Jugendlichen die Sozialkompetenz zu entwickeln, welche ihnen ein unbeschwertes Zusammenleben erlaubt, indem sie ihrem Alter entsprechend Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen ihrer Handlungen gegenüber sich und anderen erfassen.

Liebe und Sexualität: Der junge Mensch soll sich seines Körpers, seiner Gefühle und seiner Person (Persönlichkeit, Selbstverständnis und Selbstwertgefühl), bewusst werden. Persönliche Akzeptanz als Mann oder Frau und zwischenmenschliche Beziehungen werden thematisiert. Insbesondere wird auf die Schaffung eines liebevollen, respektvollen und zuverlässigen Umgangs Wert gelegt.

Persönliche Entwicklung und Wachstum: Der Schüler soll Fähigkeiten entwickeln, sich kennen- und lieben zu lernen, sich auszudrücken, kritisch zu denken, Entscheide zu fällen, selbstkritisch zu sein, sich in verschiedenen Gesellschaften zu bewegen und schließlich die beste Berufswahl zu treffen.

Das Berufswahlprogramm der Deutschen Schule Osorno beginnt in der 10. Klasse, in der die Schüler eine Studienarbeit, welche die richtige Berufswahl ins Auge fassen soll, verfassen. Verschiedenartige Aktivitäten, welche Familie und Umfeld des Schülers miteinbeziehen, tragen zum Selbstverständnis und zur Persönlichkeitsbildung des Jugendlichen bei.

Sozialkompetenz: Die Schüler sollen ihr Bewusstsein für ein soziales Gewissen entwickeln, welches sie als solidarische, großzügige, mitfühlende und zuverlässige Person ausweist, die Raum, Erfahrungen und Verantwortung mit anderen teilt.